Schlittenfahrt, Cowboys und Tochter Zion: Unser Adventskonzert 2015
Am zweiten Adventssonntag (6. Dezember 2015) waren wir wieder in der katholischen Kirche Mariä Himmelfahrt in Queichheim zu Gast – und die Kirchenbänke waren voll. Bernd Gaudera hatte mit dem Sinfonischen Blasorchester vor allem Musik aus dem englischsprachigen Raum einstudiert und führte, wie gewohnt, selbst mit launigen Worten durch den Abend.
Den Anfang machte das Jugendblasorchester mit einer Reihe klassischer Weihnachtslieder. Das Vorstufenorchester unter Leitung von Patricia Becker spielte den fröhlichen „Jupiter“ aus Gustav Holsts „Die Planeten“ und „Mary’s Boy Child“. Ein junges Mitglied des Vorstufenorchesters übernahm dann ganz selbstbewusst die Ansage für das Sinfonische Blasorchester – der Nachwuchs kann bei uns also nicht nur spielen, sondern auch moderieren.
„Lassen wir die Pferdchen laufen“, rief Bernd Gaudera, bevor beim „Sleigh Ride“ von Leroy Anderson die Schellen erklangen. Zu Rob Romeyns „Across the Great Divide“ erzählte er eine augenzwinkernde Geschichte von Cowboys im Westen Amerikas, denen ebenfalls ein Stern die frohe Botschaft gebracht haben könnte. Die klassische Fassung der Hirtengeschichte folgte mit Joseph Ignaz Schnabels „Transeamus usque Bethlehem“.
Besonders viel Feingefühl verlangte Samuel Barbers „Adagio for Strings“ in der Bläserfassung von Calvin Custer, das Gaudera kurzerhand in ein Adagio für Bläser umtaufte. Und in Landau, der Geburtsstadt des Mannes, der den amerikanischen Weihnachtsmann erfand, durfte natürlich auch „Santa Claus Is Coming to Town“ nicht fehlen.
Zum Schluss sangen Orchester und Publikum wie in jedem Jahr gemeinsam Händels „Tochter Zion“, und der Applaus wollte lange nicht enden. Danke an alle, die mit uns den Nikolaustag gefeiert haben!
Mehr dazu: Bericht in der RHEINPFALZ